01.11.2025

Zukunftskompetenz KI – Schulung, Chancen und Risiken in Bayerns Klassenzimmern

Antragssteller: Julius Belz

Der Bezirkskongress der Jungen Liberalen Oberbayern möge beschließen:

 Künstliche Intelligenz (KI) ist die Schlüsseltechnologie des 21. Jahrhunderts. Ihr
 rascher Einzug in alle Lebensbereiche, insbesondere durch generative Modelle wie
 ChatGPT, verändert die Anforderungen an Bildung und Arbeitswelt fundamental. Die
 Schule hat die Aufgabe, Schülerinnen und Schüler nicht nur auf die digitalisierte
 Gesellschaft vorzubereiten, sondern sie zu mündigen und kompetenten Nutzern dieser
 Technologien zu erziehen. Eine bloße Verbotspolitik oder das Ignorieren des Themas
 würde unseren Schülerinnen und Schülern die Chance nehmen, elementare
 Zukunftskompetenzen zu erwerben und Deutschland als Bildungs- und Innovationsstandort
 zu schwächen.

 1. Integration in Lehrpläne und Prüfungen: Chancen nutzen

 Fächerübergreifendes KI-Curriculum: Das Verständnis für die Funktionsweise, Anwendung
 und kritische Bewertung von KI muss fächerübergreifend in die Lehrpläne aller
 Jahrgangsstufen integriert werden.

 KI als Werkzeug im Unterricht: Schülerinnen und Schüler müssen aktiv ermutigt werden,
 KI-Tools für die Recherche, Ideengenerierung und Individualisierung des Lernprozesses
 zu nutzen, um Kreativität und kritisches Denken zu fördern. Dabei soll die Fähigkeit
 der kritischen Analyse der Ergebnisse der KI-Tools vermittelt und entwickelt werden.

 2. Ethischer und Kritischer Umgang: Risiken minimieren

 Vermittlung von KI-Ethik und Medienkompetenz: Die kritische Auseinandersetzung mit
 den Risiken von KI (z.B. Desinformation, Deepfakes, Datenschutz) muss ein fester
 Bestandteil des Unterrichts sein. Dies soll auf eine motivierende, anschauliche und
 realitätsnahen Art garantiert werden, um Begeisterung für das Thema zu erwecken.

 Eigenverantwortung und Plagiatsvermeidung: Es sind klare Richtlinien für die
 Kennzeichnung KI-gestützter Arbeiten zu erlassen und die Schülerinnen und Schüler zu
 einem verantwortungsvollen und ehrlichen Umgang mit dem Werkzeug anzuhalten. Die
 Schule muss digitale Mündigkeit vermitteln.

 3. KI-Schulung und Kompetenzaufbau für Lehrkräfte

 Verbindliche, flächendeckende Fortbildung: Es muss ein verbindliches, modular
 aufgebautes Schulungsprogramm für alle Lehrkräfte in Oberbayern zur didaktischen und
 ethischen Nutzung von KI-Tools im Unterricht geschaffen werden. Die Teilnahme muss
 zeitnah und regelmäßig sichergestellt werden.

 KI-Kompetenz in der Lehrerausbildung: Die Themen „Grundlagen der KI“, „Didaktik des
 KI-Einsatzes“ und „KI-Ethik“ müssen als verpflichtende Bestandteile in das
 Lehramtsstudium und den Vorbereitungsdienst aufgenommen werden.

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