20.06.2026

WM 2026 – Fußballfreude in Demokratien statt Boykotten und Verzicht


Antragsteller: Johannes Lau (KV München)

Die Jungen Liberalen sprechen sich klar für die Austragung der FIFA-Fußball-
 Weltmeisterschaft 2026 in den drei demokratischen Gastgeberländern USA, Kanada und 
 Mexiko aus.

 Boykottaufrufe gegen die WM 2026, wie sie derzeit von Teilen der Grünen und der SPD 
 im Europäischen Parlament erhoben werden, lehnen wir entschieden ab. Persönliche 
 politische Präferenzen gegenüber dem gewählten Staatsoberhaupt eines verbündeten 
 demokratischen Landes sollten bei der Teilnahmeentscheidung an 
 Sportgroßveranstaltungen keine Rolle spielen.

 Ständige, an die Allgemeinheit gerichtete Aufrufe zu Verzicht, Zurückhaltung oder 
 Boykott, nur weil bei internationalen Sportturnieren nicht alle politischen Wünsche 
 erfüllt werden, entmündigen die Bürgerinnen und Bürger. Sie zielen darauf ab, den 
 Menschen aus moralisierenden und ideologischen Erwägungen ihre Lebensfreude zu 
 nehmen. Dies entspricht nicht dem liberalen Verständnis von Freiheit und 
 Eigenverantwortung.

 Grundsatzposition der Jungen Liberalen: Wir sind pro Fußball und pro 
 Weltmeisterschaft – sowohl in westlichen Demokratien als auch in Nationen mit einer 
 stark historisch gewachsenen Fußballkultur. Insbesondere wollen wir den deutschen 
 Fußball fördern. Ein anbandeln mit Diktatoren, und eine Entfernung vom verbindenden, 
 bodenständigen Charakter des Fußballs zu Gunsten eines rein auf Kommerz 
 ausgerichteten Turniers lehnen wir ebenfalls ab.

 Forderungen:

  •  Die Bundesregierung soll sich dafür einsetzen, die WM wieder nach Deutschland zu 
     holen, und damit an den Erfolg des Sommermärchens von 2006 anknüpfen.
  •  Für die Dauer der WM 2026 sind in Deutschland alle Regulierungen temporär 
     auszusetzen oder flexibel zu handhaben, die das WM-Fieber bremsen – insbesondere 
     überzogene Lärmschutzvorschriften und starre Öffnungszeiten für Gaststätten und 
     öffentliche Plätze.
  •  Inbesondere werden die Stadt München und der Bezirk Oberbayern aufgefordert, 
     großzügiges Public Viewing und Fan-Events während der WM zu ermöglichen. Damit 
     wollen wir uns als Gegenentwurf zu Berlin positionieren, welches durch die 
     Weigerung eines großzügigen Public Viewings am Brandenburger Tor ihrer Rolle als 
     Hauptstadt nicht gerecht wird.

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