Antragsteller: Johannes Lau (KV München)
Die Jungen Liberalen sprechen sich klar für die Austragung der FIFA-Fußball-
Weltmeisterschaft 2026 in den drei demokratischen Gastgeberländern USA, Kanada und
Mexiko aus.
Boykottaufrufe gegen die WM 2026, wie sie derzeit von Teilen der Grünen und der SPD
im Europäischen Parlament erhoben werden, lehnen wir entschieden ab. Persönliche
politische Präferenzen gegenüber dem gewählten Staatsoberhaupt eines verbündeten
demokratischen Landes sollten bei der Teilnahmeentscheidung an
Sportgroßveranstaltungen keine Rolle spielen.
Ständige, an die Allgemeinheit gerichtete Aufrufe zu Verzicht, Zurückhaltung oder
Boykott, nur weil bei internationalen Sportturnieren nicht alle politischen Wünsche
erfüllt werden, entmündigen die Bürgerinnen und Bürger. Sie zielen darauf ab, den
Menschen aus moralisierenden und ideologischen Erwägungen ihre Lebensfreude zu
nehmen. Dies entspricht nicht dem liberalen Verständnis von Freiheit und
Eigenverantwortung.
Grundsatzposition der Jungen Liberalen: Wir sind pro Fußball und pro
Weltmeisterschaft – sowohl in westlichen Demokratien als auch in Nationen mit einer
stark historisch gewachsenen Fußballkultur. Insbesondere wollen wir den deutschen
Fußball fördern. Ein anbandeln mit Diktatoren, und eine Entfernung vom verbindenden,
bodenständigen Charakter des Fußballs zu Gunsten eines rein auf Kommerz
ausgerichteten Turniers lehnen wir ebenfalls ab.
Forderungen:
- Die Bundesregierung soll sich dafür einsetzen, die WM wieder nach Deutschland zu
holen, und damit an den Erfolg des Sommermärchens von 2006 anknüpfen. - Für die Dauer der WM 2026 sind in Deutschland alle Regulierungen temporär
auszusetzen oder flexibel zu handhaben, die das WM-Fieber bremsen – insbesondere
überzogene Lärmschutzvorschriften und starre Öffnungszeiten für Gaststätten und
öffentliche Plätze. - Inbesondere werden die Stadt München und der Bezirk Oberbayern aufgefordert,
großzügiges Public Viewing und Fan-Events während der WM zu ermöglichen. Damit
wollen wir uns als Gegenentwurf zu Berlin positionieren, welches durch die
Weigerung eines großzügigen Public Viewings am Brandenburger Tor ihrer Rolle als
Hauptstadt nicht gerecht wird.